Nach langem Hinauszögern traf ich endlich den Entschluss, den Keller von allem mit den Jahren so angesammelten Ballast zu befreien. Von langer Hand organisierte ich den Termin mit den Entsorgungsbetrieben der Stadt. Zwei Studenten misteten mit mir gemeinsam einen ganzen Tag lang aus, was sich im Verborgenen jahrelang so gesammelt hatte. Der Berg war ganz beachtlich, der sich am Abend vor dem gebuchten Entsorgungstermin angehäuft hatte. Aber am nächsten Tag wäre ja schon alles weg, beruhigte ich mich ob des wüsten Bildes.
Na ja, und am nächsten Tag nahm das städtische Auto leider nur die Hälfte mit. Von dem Anhäufen des Berges bis zur schlussendlichen Abfuhr lag eine Woche. Eine Woche, in der der Berg um das Doppelte anwuchs. Was die lieben Nachbarn so alles in ihren Kellern horten!
Plötzlich lagen Türen darauf, einen Tag später Dachbalken, und das Wochenende brachte dann weitere Kleinteile vom Staubsauger über Gartenstühle bis zu Sonnenschirmen zum Vorschein.
Man muss also nur einen Müllberg beginnen und braucht sich um dessen Wachstum keine Sorgen machen. Müll gedankenlos abladen geht eben schneller, als diesen zu entsorgen.