Wann wollen Sie in Rente gehen? Und haben Sie sich das auch gut überlegt? Soeben kam ich mit einem 67-Jährigen bei uns im Büro ins Gespräch, der langsam seinen Betrieb an die nächste Generation weitergibt. Klar stöhnte er über Zeitmangel, obwohl er nur noch halbe Tage arbeite. Aber am Schluss des kurzen Gespräches erstrahlte er und gestand: „Es macht aber eben immer noch Spaß.“
Ja, das ist es doch. Ob in längeren Urlauben oder in der Rente, ich finde es immer erfüllend, eine Aufgabe zu haben. Natürlich muss es nicht für jeden der alte Arbeitsplatz sein, wenn der zu schwer mit ansteigendem Alter zu bewältigen ist. Aber gebraucht zu werden in einer Gesellschaft, die helfende Hände an allen Ecken und Enden benötigt, das ist doch erfüllend.
Heute ist ein 65-jähriger Mensch nicht im Rentenalter, wie noch zu der Generation meiner Eltern. Die Menschen leben länger, sind rüstiger und aktiver. Deshalb brauchen wir hier Angebote.
Die Vereine leisten da ganz viel, wenn es darum geht, Verbindungen zu schaffen zwischen denen, die Hilfe brauchen und denen, die noch gerne anpacken wollen.
Für mich – und die Frage der Rente könnte sich rein theoretisch in absehbarer Zeit stellen – ist es undenkbar, nicht berufstätig zu sein oder mich zu engagieren auf Feldern, die meinen Kompetenzen entsprechen.
Ich empfinde es als Glück, dass sich immer auch noch neue Aufgabenfelder erschließen. Das spornt mich an, das fordert meine Grenzen heraus. Und so macht mir das Leben Spaß!